Ökologischer Weinbau

An erster Stelle steht das Ziel, dass auch die nächsten Generationen auf einem gesunden Boden große Weine machen können. Denn nur in humosen lockeren Böden mit einem hohen Anteil an Mikroorganismen können aromatische sortentypische Weine erzeugt werden, die den Charakter des Bodens widerspiegeln.

Seit 2008 sind wir Mitglied im Beratungsring ökologischer Weinbau und bearbeiten unsere Flächen nach deren Richtlinien, 2012 begann die dreijährige Umstellungsphase zur Zertifizierung und seit 2014 ist unser Weingut biozertifiziert.

Bereits Mitte der 50er Jahre haben wir unsere Weinberge begrünt und durch Einsaat verschiedener Gräser und Leguminosen nachgewiesen, dass die Versorgung der Reben mit Stickstoff dadurch voll abgedeckt werden kann. Dadurch sorgen wir für ein gleichmäßiges Wachstum und eine gesunde Bodenstruktur. Wir erziehen unsere Reben in einem lockeren Drahtrahmen damit die Blätter schnell abtrocknen und so die Wachstumsbedingungen der Pilzkrankheiten eingeschränkt werden. So können wir den Einsatz von Fungiziden auf ein Minimum beschränken.

Dabei verzichten wir auf synthetisch hergestellten Pflanzenschutzmittel und verwenden die im biologischen Weinbau zugelassenen Mittel Netzschwefel und Kupfer, sowie Ackerschachtelhalm, Fenchelöl und Backpulver in unseren Weinbergen.

Tierische Schädlinge wie der Traubenwickler bekämpfen wir mit dem biotechnischen Verfahren der Pheromonverwirrung. Wenn der Fruchtansatz zu hoch ist dünnen wir gnadenlos aus, weil zuviele Trauben der Qualität schaden.